Bisher hat das Hintergrundsystem bei EBEs für die weitere Verarbeitung im Wesentlichen mit dem aggregierten „Rechnungsbetrag“ gearbeitet, auch wenn sich dieser fachlich aus bis zu drei einzelnen Forderungen zusammensetzen kann. Die Forderungen „Schaden“ und „Preis Weiterfahrt“ konnten zwar bereits von den mobilen Geräten ermittelt und an das Hintergrundsystem übergeben werden, wurden dort aber nicht als eigenständige Forderungen weiterverarbeitet.
Es ist nun möglich, die Forderungsaufteilung zu aktivieren. Bei neu erstellten EBEs werden dann die einzelnen Forderungen „Verstoß“, „Schaden“ und „Weiterfahrt“ gespeichert und weiterverarbeitet. Der Rechnungsbetrag ergibt sich weiterhin aus diesen Positionen. In diesem Zuge wurde der EBE-Dialog angepasst, sodass die Forderungen inklusive Gebühren in einer tabellarischen Übersicht dargestellt werden. Außerdem wurden die Zusatzinformationen am rechten Dialogrand in die Bereiche „Vorfall“ und „Fahrgast“ aufgeteilt.
Für EBEs, die mit aktiver Forderungsaufteilung angelegt wurden, ergeben sich weitere Änderungen:
- Im neuen Dialog „Forderungsänderungsgründe“ kann konfiguriert werden, wie sich jede einzelne Forderung verändert, wenn ein bestimmter Grund angewendet wird. So kann z. B. der Grund „Ticket nachgereicht“ die ursprünglichen Forderungen auf 0,00 € reduzieren und stattdessen eine Bearbeitungsgebühr von 7,00 € hinzufügen.
- In der Konfiguration der EBE-Nebenbuchhaltungsschnittstelle können nun für jede Forderungsart separate Erlös- und Abschreibungskonten angegeben werden. Die EBE-Verbuchung nutzt diese Konfiguration und teilt Buchungen bei Bedarf auf mehrere Belege auf, wenn dies wegen unterschiedlicher Kontoarten erforderlich ist.
- Der Ausbuchungsdialog wurde an die neue Forderungsstruktur angepasst. Es werden nun die einzelnen Forderungen inklusive Betrag, offenem Betrag und verwendetem Abschreibungskonto angezeigt. Gebühren werden ebenfalls berücksichtigt.
Einstellungen -> EBE -> Forderungsaufteilung
Die Gebührenauswahl in der EBE-Mahnwesenkonfiguration wurde erweitert. Bisher konnten über Mahnwesen-Aktionen nur Mahngebühren hinzugefügt werden. Nun kann in den Aktionen jeder konfigurierte Gebührengrund verwendet werden.
Damit lassen sich Mahnwesen-Aktionen flexibler gestalten. Neben klassischen Mahngebühren können nun auch andere Gebührenarten automatisiert über das Mahnwesen hinzugefügt werden, z. B. Bearbeitungs- oder Verwaltungsgebühren.
Die technische Unterscheidung zwischen Mahngebühren und Verwaltungsgebühren wurde dafür vereinheitlicht: Jede Gebühr basiert nun auf einem Gebührengrund. Am Gebührengrund wird festgelegt, ob es sich fachlich um eine Mahngebühr handelt.
Zusätzlich können für Gebührengründe differenzierte Nebenbuchhaltungskonten hinterlegt werden. Erlös- und Abschreibungskonten können abhängig von der EBE-Art konfiguriert werden; falls keine spezifische Konfiguration vorhanden ist, greift weiterhin die allgemeine Konfiguration.
Der EBE-Import wurde erweitert, um detaillierte Forderungen importieren zu können.
Im Blatt „EBE“ können nun die einzelnen Forderungen über die neuen Spalten „Forderung Verstoß“, „Forderung Schaden“ und „Forderung Weiterfahrt“ angegeben werden. Die Beträge werden wie bisher in Cent erfasst. Alternativ kann weiterhin die bisherige Spalte „Rechnungsbetrag“ verwendet werden, sofern keine einzelnen Forderungen importiert werden sollen. Die bisherigen technischen Spalten „PreisEbe“, „Schaden“ und „PreisWeiterfahrt“ enfallen und werden nicht mehr berücksichtigt.
Ebenfalls neu ist die Spalte „Mahnwesen-Fristbeginn“. Über diese kann festgelegt werden, ab welchem Datum die Fristberechnung im Mahnwesen starten soll. Wird kein Wert angegeben, wird das Ausstellungsdatum des EBE verwendet.
Im Blatt „Zahlungen“ wurden zusätzliche Informationen ergänzt. Neben der Bezahlart kann nun auch das tatsächliche Zahlungsmittel angegeben werden, z. B. Bar oder EC. Die verfügbaren Zahlungsmittel werden in einem zusätzlichen Tabellenblatt aufgeführt. Außerdem kann über die neue Spalte „Mitarbeiter (Benutzernummer)“ angegeben werden, welcher Benutzer die Zahlung entgegengenommen hat. Wird kein Benutzer angegeben, wird wie bisher der Benutzer „System“ verwendet; bei Prüferzahlungen wird der ausstellende Mitarbeiter verwendet.
Im Blatt „Gebühren“ wurde die Gebührenlogik an die neue Gebührengrund-Struktur angepasst. Die bisherige Angabe, ob es sich um eine Mahngebühr handelt, entfällt. Stattdessen muss immer ein Gebührengrund angegeben werden.
Siehe auch
- EBE Forderungsaufteilung
- EBE Gebührenauswahl im Mahnwesen
Bisher wurde der konfigurierte Mahnlauf von allen Mandanten im System gemeinsam genutzt. Lediglich die Parameter einzelner Bedingungen und Aktionen konnten sich je Mandant unterscheiden.
Die Konfiguration des Mahnlaufs wurde nun erweitert, sodass jeder Mandant einen eigenen Mahnlauf besitzt. Dadurch können je Mandant auch die verwendeten Mahnstatus sowie die Übergänge zwischen den Status individuell konfiguriert werden.
Beim Update auf diese Version wird der bisher gemeinsam genutzte Mahnlauf automatisch auf alle Mandanten kopiert.
Wurde ein EBE nachträglich auf einem mobilen Prüfgerät storniert, wurde im Hintergrundsystem bisher fälschlicherweise „System“ als stornierender Benutzer angezeigt. Nun wird der Benutzer ausgewiesen, der die Stornierung tatsächlich durchgeführt hat.
Die Übersicht im EBE-Modul wurde um die Spalte „Anschrift“ erweitert. Sie zeigt die Postleitzahl, den Wohnort, die Straße und die Hausnummer des Fahrgasts an. Die Spalte ist standardmäßig ausgeblendet und kann über die gewohnte Tabellenkonfiguration eingeblendet werden.
Über eine neue Einstellung kann festgelegt werden, welche EBE-Arten vom Export an Riverty ausgeschlossen werden sollen.
Einstellungen -> EBE -> Exporte und Importe -> Riverty -> Vom Riverty-Export ausgeschlossene EBE-Arten
Der Export „Kontrollauswertung“ im EBE-Modul kann nun wahlweise mit oder ohne Angabe des Benutzers der jeweiligen Kontrolle erstellt werden.
Einstellungen -> EBE -> Exporte und Importe -> Kontrollauswertung -> Benutzernamen exportieren







